EN FR DE
 
Startseite Wer sind wir? Nehmen Sie teil Pressebereich
Bibliothek
Megalab
Praxis

eKurse
Nachrichten
Veranstaltungen

Mitglied 

Meine Community
Forum
Praktisch
Alle Werkzeuge

Newsletter

Vorherige Ausgaben




  Home > Praxis > Beispiele > Tipps für LehrerInnen  

Einige Tipps für junge WissenschaftslehrerInnen

Elena Kyriaki, Physiklehrerin aus Belgien, gibt im folgenden Beitrag Ratschläge für junge WissenschaftslehrerInnen, um mit den potentiellen WissenschaftlerInnen der Zukunft zu arbeiten.

Wir alle wissen, wie schwer es die WissenschaftslehrerInnen in einer modernen Schule haben. Wir haben mit mangelndem Interesse, mangelnder Disziplin und Verständnislosigkeit der Eltern zu kämpfen. Kann überhaupt jemand in einer solchen Umgebung überleben? Wir verfügen jedoch auch über starke Waffen; Motivation, Antworten auf natürliche Neugierde und  „magische“ Experimente.

Hier sind ein paar Tipps, die ich für Sie, meine jungen Kollegen und Kolleginnen, zusammengestellt habe. Sie fühlen sich wahrscheinlich etwas verloren in einer Klasse voller „schwieriger Jugendlicher“, hinter denen sich vielleicht potentielle WissenschaftlerInnen der Zukunft verbergen.

1. Wenn Sie möchten, dass Ihre SchülerInnen Ihren Unterricht ernst nehmen, sollten Sie ihn selbst auch ernst nehmen. Seien Sie immer pünktlich und gut vorbereitet. Sie können nicht alle Fragen beantworten, aber Sie müssen sich bemühen, die Antworten zu finden.

2. Um ein „neues“ physikalisches Phänomen vorzustellen, muss der Lehrer/die Lehrerin normalerweise ein einfaches Experiment durchführen. Es ist immer lehrhaft, einen oder zwei SchülerInnen um Hilfe zu bitten. Es ist erstaunlich, wie schnell sie in ihrem Alter den Ablauf eines Experiments verstehen.

3. Verwenden Sie ruhig Tools der neuen Technologien. Heutzutage gibt es:

  • Die direkte Beobachtung von natürlichen Phänomenen oder Experimenten mit Videos
  • Eine schrittweise Beobachtung und qualitative Analyse durch Bilder und Simulationen
  • Messungen und Kurven von Sensoren, die sofort auf einem Computerschirm verfügbar sind

4. Wenn Sie mit mathematischen Gleichungen arbeiten, vergewissern Sie sich, dass Ihre SchülerInnen verstehen, dass die Gesetze der Physik Resultate von Experimenten sind. Führen Sie ein paar echte Messungen durch, stellen Sie die Tabellen auf und versuchen Sie den Zusammenhang zwischen den Variablen zu zeigen.

5. Ermutigen Sie Ihre SchülerInnen, Fragen zu stellen; eines der Hauptziele der Schule ist es, Antworten auf ihre Neugierde zu finden. Sie „prüfen“ uns, indem sie Fragen zum behandelten Thema stellen.

6. Am interessantesten sind die Experimente, die die SchülerInnen selbst durchführen. Benutzen Sie nicht nur elektronische Sensoren, sondern auch altmodische Messgeräte, um ihnen beizubringen, präzise und vorsichtig vorzugehen. Heutzutage können Sie auch mit Webexperimenten arbeiten, es gibt sehr interessante Beispiele im Internet (der Millikan-Versuch, die Elektronenbeugung).

7. Verteilen Sie kleine Projekte, die zu den Persönlichkeiten und Interessen der verschiedenen SchülerInnen passen. Zeigen Sie nicht nur PowerPoint-Präsentationen, wagen Sie sich an richtige Konstruktionen heran. Motoren, Dampfmaschinen (oder Teile davon), Wassermühlen aus billigem Material. Geben Sie ihnen alte, kaputte Geräte aus dem Schullabor zur Reparatur.

8. Kommunizieren Sie mit anderen Schulen. Nehmen Sie an Chats, Wettbewerben und Bildungsprojekten teil. Es ist harte Arbeit für den Lehrer/die Lehrerin – er/sie muss den größten Teil der Arbeit erledigen – aber es ist die beste Art und Weise, als Team mit Ihren SchülerInnen zusammenzuarbeiten.

Ist das alles? Natürlich nicht. Es gibt immer neue Weg zu entdecken, um ein/e besserer/e Lehrer/in zu sein. Das ist das Schöne an dem Beruf. WissenschaftslehrerInnen lösen anscheinend gerne Probleme. Haben Sie Spaß daran!

Kontakt
Elena Kyriaki

Copyright - Haftungsausschluss - Kontakt - Sitemap