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  Home > Praxis > Beispiele > Forscherfabrik – Wir brüten die Forscher der Zukunft aus!  

Forscherfabrik – Wir brüten die Forscher der Zukunft aus!

Die Forscherfabrik - ”Forskerfabrikken”, ist ein wichtiger Beitrag Norwegens, um das Interesse der Kinder an der Wissenschaft zu wecken. Hanne S. Finstad, Gründerin und Leiterin dieser gemeinnützigen Organisation, erzählt mehr über diese Erfahrung.

Was genau ist die Forscherfabrik?
Die Forscherfabrik ist eine Organisation, die von ihren Mitgliedern und den Eltern, die ihre Kinder zu unseren wissenschaftlichen Kursen schicken, finanziert wird. Der Norwegische Forschungsrat hat uns ebenfalls eine bedeutende Unterstützung zugesprochen. Unter unseren 24 Mitgliedern befinden sich vier wissenschaftliche Zentren, zwei Universitäten und zahlreiche Hochschulen, Institute und Organisationen. In Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Zentren werden unsere Kurse in fünf verschiedenen Distrikten von Norwegen abgehalten.
Wir sind auch zur Ressource für norwegische Schulen geworden und entwickeln, in Zusammenarbeit mit unserem Mitglied, dem „Zentrum für die Entwicklung des wissenschaftlichen Unterrichts in norwegischen Schulen“, für den Klassenraum geeignete Experimente.

Seit dem ersten Kurs in Oslo, Norwegen, im Frühjahr 2002 haben mehr als 3000 Kinder unsere wissenschaftlichen Kurse belegt. Die Zielgruppe sind Kinder zwischen 9 und 13 Jahren.
Diese Erfahrung wurde dadurch möglich, dass unsere Kurse und Strategie einfach in anderen Städten übernommen werden können. Die Umsetzung in anderen Ländern ist ebenso gut möglich.

Ziele:
• Kindern die Möglichkeit geben, sich während ihrer Freizeit mit Wissenschaft und Technologie zu beschäftigen.
• Kinder zu inspirieren, später eine wissenschaftliche und/oder technologische Studienrichtung zu wählen.
• Neue Strategien und Methoden zu entwickeln, die eingesetzt werden können, um das Interesse der Kinder an der Wissenschaft und Technologie zu steigern.
• Unseren Mitgliedern, wie z.B. den wissenschaftlichen Zentren, Universitäten und anderen, mit denen wir zusammenarbeiten, unsere Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Unsere Produktionsanlage
Um das Interesse der Kinder an der Wissenschaft anzuregen, brauchen sie unserer Meinung nach ein systematisches Programm. Daher haben wir eine  “Produktionsanlage” entwickelt, die aus drei wissenschaftlichen Kursen und zahlreichen Aktivitätstagen besteht, während denen Themen wie Physik, Medizin, molekulare Biologie, Chemie und Astronomie im Mittelpunkt stehen. Um den Standort unserer jungen Wissenschaftler in der Produktionsanlage im Auge zu behalten, haben wir eine Software entwickelt, die es uns ermöglicht, verschiedene Teilgruppen von Kindern zu Aktivitäten einzuladen, die für sie geeignet sind. 
 

Wie sieht unser wissenschaftlicher Unterricht aus?
Jeder wissenschaftlicher Unterricht besteht aus acht Stunden Experimentieren, die über vier Abende verteilt sind. Wir haben Experimente ausgesucht, die all unsere Sinne aktivieren. Unsere Kinder schmecken, riechen, berühren, sehen und hören. Außerdem bauen sie Modelle und werden dazu angeregt, über ihre Handlungen zu diskutieren und nachzudenken.

Die Experimente, die während eines Abends durchgeführt werden, sind abwechslungsreich und folgen nicht unbedingt einem Thema. Unsere Dozenten konzentrieren sich jedoch darauf, ihren SchülerInnen einen Einblick in die wichtigsten wissenschaftlichen Themen zu geben, wie das Atom, die Moleküle, DNA, pH. Obwohl unsere Experimente nicht in direkter Verbindung mit diesen Themen stehen, wird doch die Bedeutung dieser Begriffe erklärt. Die Moleküle stehen im Mittelpunkt, wenn wir DNA aus dem Knoblauch isolieren oder mit Hilfe von Eis und Salz Eiscreme machen.

Bewertungen
Wir bewerten all unsere Aktivitäten. Die Bewertung unserer wissenschaftlichen Kurse hat ergeben, dass 90 % der Kinder mehr über die Wissenschaft erfahren möchten. Bei der Bewertung unserer Aktivitätstage erhalten wir das gleiche Resultat. Demzufolge regen wir das Interesse der Kinder in die Wissenschaft an. Darüber hinaus sind sowohl die Kinder als auch ihre Eltern davon überzeugt, dass unsere jungen Wissenschaftler in der Forscherfabrik etwas lernen. In einer Bewertung aus dem Jahre 2002 fragten wir Kinder, ob sie sich vorstellen könnten, später Karriere in der Wissenschaft zu machen. Im Rahmen der Studie wurden 28 Kinder befragt, die die Kurse 1 und 2 belegt hatten, sowie 54 Kinder, die keinen einzigen Kurs gefolgt hatten, aber in der gleichen Nachbarschaft wohnten. Laut den Resultaten bejahten doppelt so viele Kinder der ersten Gruppe (60%) im Gegensatz zu jenen der zweiten Gruppe (30%)diese Frage. Nach den Quellen gefragt, aus denen sie ihre Kenntnisse über die Wissenschaft geschöpft hatten, gab es keinen Unterschied zwischen Fernsehen, Büchern, Eltern, Museen, usw. In absehbarer Zukunft, bevor sie sich für eine Studienrichtung entscheiden, werden wir uns mit den Teilnehmern und einer angepassten Kontrollgruppe unterhalten, um festzustellen, ob die Forscherfabrik Kinder wirklich im späteren Leben zu einer akademischen Bildung anregt.

Kontaktdetails:
Forskerfabrikken
Lindealleen 18a, 0487 Oslo
www.forskerfabrikken.no
E-Mail: hsf@forskerfabrikken.no
+47 22 15 94 45/ +47 90 82 83 25

 

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