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  Startseite > Nachrichten > Aktuelle Nachrichten > Xplora erhält Zuschuss für Webexperiment  

Agilent unterstützt Xploras Webexperimente

Die Agilent Technologies Foundation hat die Entwicklung eines interessanten neuen Webexperiments ermöglicht: dem Öltröpfchenexperiment von Millikan. Die Stiftung hat Xplora, dem europäischen Tor zum mathematisch/wissenschaftlichen Unterricht unter der Leitung des European Schoolnet - EUN einen Zuschuss gewährt, um das Millikan Webexperiment zu entwickeln.

Xplora hat bereits Webexperimente in sein innovatives Angebot für LehrerInnen der wissenschaftlichen Fächer aufgenommen; dieses wird nun um ein neues faszinierendes Webexperiment erweitert. In Übereinstimmung mit den EU-Zielsetzungen wird diese Initiative dazu beitragen, den Schulen die Wissenschaft näher zu bringen, unter Anwendung des Potentials der neuen Technologien.

Webexperimente sind echte Experimente, die in einem Schul- oder Universitätslabor oder einem wissenschaftlichen Zentrum durchgeführt werden. Ein Webexperiment unterscheidet sich von einem Schullaborexperiment durch die Tatsache, dass es über eine Webschnittstelle kontrolliert wird. Der Versuchsaufbau wird daher als ferngesteuertes Labor (Remote Controlled Laboratory - RCL) bezeichnet. Diese Technologie wurde von EUNs Partner, der AG Jodl an der Universität von Kaiserslautern in Deutschland, entwickelt, mit der Unterstützung von Intel Deutschland. Hinter einem Webexperiment steckt jedoch mehr als nur ein ferngesteuertes Labor: kombiniert mit einer Datenbank mit Versuchsresultaten und eingebettet in ein pädagogisches Umfeld ermöglicht das ferngesteuerte Labor den LehrerInnen und SchülerInnen einen neuen Einblick in die Welt der Wissenschaft.

Das Millikan-Experiment basiert auf der Elementarladung, einem der grundlegenden Konzepte der Physik. Ein Versuchsaufbau zur Wiederholung der Originalmethode von Robert Andrews Millikan im Schullabor existiert zwar, wird aber selten benutzt. Da das Experiment sehr zeitraubend ist, können die SchülerInnen nicht mehr als ein oder zwei Versuchsresultate erzielen. Die ursprüngliche Beweisführung von Millikan basiert aber auf der Beobachtung von Hunderten von Resultaten. So sind die Versuchsaufbauten in den Regalen der Schullabors, dort wo es welche gab, zu Staubfängern geworden.
Die Möglichkeit, das Millikan-Experiment als Webexperiment durchzuführen, wird diese Probleme lösen. Selbst wenn ein Schüler/eine Schülerin nur ein einziges Resultat erzielt, gibt es noch Hunderte von Resultaten anderer SchülerInnen, die das gleiche Experiment durchgeführt haben und ihre Daten in einer Webdatendank teilen. Die ursprüngliche Beweisführung und Kraft von Millikans Experiment kehren so in den Klassenraum zurück.
Eine Datenbankabfrage auf dem Xplora-Portal liefert ihnen die Hunderte von Ergebnissen, die Millikan benötigte, um sich ein Bild von der Elementarladung zu machen.

Die Agilent Technologies Foundation hat EUN einen Zuschuss von €42.000 für die Entwicklung dieses interessanten Webexperiments gewährt. Der Zuschuss wird die Kosten der Hardware-Implementation des ferngesteuerten Labors decken, das von EUNs Partner, der AG Jodl an der Universität von Kaiserslautern, betrieben wird, sowie die Kosten der Entwicklung der Softwareinfrastruktur und des für das Webexperiment benötigten pädagogischen Materials.
“Dieses innovative Programm wird die Wissenschaft auf eine Art und Weise in den Unterricht einbringen, die vorher nicht möglich war“, meint Jorgen Tesselaar von der Agilent Foundation, sehr zur Freude von Karl Sarnow und Laura Massoli, dem Xplora-Team, das für die Entwicklung der Idee des Millikan-Webexperiments zuständig war. Ulf W.Lundin, EUNs Generaldirektor, fügte hinzu, dass Webexperimente ein interessantes neues Hilfsmittel für den wissenschaftlichen Unterricht darstellen.

EUN wird weiterhin alle innovativen und kreativen Ideen unterstützen, um den LehrerInnen der wissenschaftlichen Fächer bei der Gestaltung von spannenden Unterrichtsstunden zu helfen. Dieses Webexperiment ist in der Tat etwas Besonderes: “Es ist ein grundlegender Meilenstein in allen europäischen Physiklehrplänen und erwirbt seine Bedeutung aus dem Mehrwert einer Webdatenbank. Es ist ein gutes Beispiel, wie die moderne Technologie der traditionell versuchsbasierten wissenschaftlichen Beweisführung helfen kann“, so Ulf W. Lundins Urteil.

Über Xplora
Das Xplora-Portal wird vom PENCIL Projekt (Permanent EuropeaN resource Centre for Informal Learning) unterstützt, einem weitreichenden europäischen Projekt für die Förderung der wissenschaftlichen Bildung unter jungen Menschen. Das PENCIL Projekt wird vom Europäischen Generaldirektorat für Forschung als Teil von Wissenschaft und Gesellschaft finanziert.

 

 

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