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  Startseite > Nachrichten > Aktuelle Nachrichten > Bericht der Nuffield Stiftung  

Bericht der Nuffield Stiftung zur wissenschaftlichen Bildung in Europa

Wieso interessieren sich in letzter Zeit immer weniger junge Leute an wissenschaftlichen und technischen Fächern? Liegt es an umfangreichen soziokulturellen Veränderungen oder an der wissenschaftlichen Bildung selbst? Ist es ein europaweites Phänomen oder gibt es Unterschiede zwischen den Ländern? Die Nuffield Stiftung organisierte 2006 zwei Seminare zur Untersuchung dieser Fragen; die Resultate wurden im vor kurzem veröffentlichten Bericht “Wissenschaftliche Bildung in Europa” zusammengefasst.

Der Bericht weist hauptsächlich darauf hin, dass die wissenschaftliche Bildung in den Schulen noch nie eine zufriedenstellende Bildung für die Mehrheit geboten hat und neu gestaltet werden sollte.

Eine Neugestaltung der wissenschaftlichen Bildung verlangt gleichzeitig die Überlegung, wie diese an die moderne Welt angepasst werden sollte und wie die Bedürfnisse aller SchülerInnen erfüllt werden können – ob sie nun im wissenschaftlichen oder technischen Bereich arbeitstätig werden oder nicht. Der Bericht schlägt anhand von sieben Empfehlungen eine Vorgehensweise vor:

  1. Die wissenschaftliche Bildung in der EU sollte prioritär zum Ziel haben, die SchülerInnen über die bedeutendsten Definitionen der materiellen Welt, über die die Wissenschaft verfügt, sowie über die Funktionsweise der Wissenschaft in Kenntnis zu setzen. Ein wissenschaftlicher Unterricht, dessen grundlegendes Ziel es ist, zukünftigen WissenschaftlerInnen und Ingenieuren ein Grundwissen zu vermitteln, sollte fakultativ sein
  2. Um die geringe Motivation der SchülerInnen in Angriff zu nehmen, werden eine größere Anzahl innovativer Lehrpläne und Wege, den wissenschaftlichen Unterricht zu organisieren, benötigt. Diese Innovationen müssen bewertet werden. Insbesondere sollte in der EU ein Physik-Lehrplan entwickelt und getestet werden, der sich besonders darauf konzentriert, wissenschaftliche Themen in Zusammenhängen zu erklären, die Mädchen interessieren.
  3. Die EU-Länder müssen investieren, um die in den Schulen verfügbaren menschlichen und materiellen Ressourcen zur Information der SchülerInnen zu verbessern, sowohl über Karrieren im wissenschaftlichen Bereich – der Schwerpunkt sollte hier darauf liegen, wieso eine Arbeit im wissenschaftlichen Bereich eine wichtige kulturelle und humanitäre Handlung ist – als über Karrieren, die sich aus dem wissenschaftlichen Bereich ergeben, wobei der Schwerpunkt auf der erheblichen Auswahl potentieller Karrieren liegen sollte, die mittels wissenschaftlicher Studien ermöglicht werden.
  4. Die EU-Länder sollten folgende Punkte gewährleisten:
    a. Den SchülerInnen der Grundschule und der ersten Stufen der Sekundarschule sollten ausgezeichnete WissenschaftslehrerInnen zur Verfügung gestellt werden;
    b. Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Bildung vor dem Alter von 14 Jahren sollte darin liegen, das Interesse der SchülerInnen an der Wissenschaft und an wissenschaftlichen Phänomenen zu erwecken. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass dies am besten dadurch gelingt, wenn den SchülerInnen Gelegenheit zur ausführlichen Forschungsarbeit und praktischen Experimenten gegeben und nicht nur auf die Erlangung kanonischer Konzepte bestanden wird.
  5. Eine Entwicklung und Ausbreitung der Unterrichtsmethoden für wissenschaftliche Themen ist für die Verbesserung des Einsatzes der SchülerInnen wesentlich. Die Veränderung der Lehrerpraktiken in der EU ist ein langfristiges Projekt, das bedeutende und anhaltende Investitionen in die ständige professionelle Entwicklung verlangen wird.
  6. Die EU-Regierungen sollten ansehnliche Summen in die Forschung und Entwicklung der Beurteilung der wissenschaftlichen Bildung investieren. Ziel sollte es sein, Objekte und Methoden zu entwickeln, die das Können, die Kenntnisse und Kompetenzen eines/einer wissenschaftlich gebildeten Bürgers/Bürgerin beurteilen.
  7. Ausgezeichnete LehrerInnen mit aktuellen Kenntnissen und Fähigkeiten sind die Grundlage jedes Systems der formellen wissenschaftlichen Bildung. Systeme zur Gewährleistung der Rekrutierung, dem Beibehalten und der ständigen professionellen Ausbildung solcher Personen müssen in Europa zur Priorität werden.

Wenn Sie weitere Informationen erhalten möchten, laden Sie den Bericht hier herunter (PDF-Datei).

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