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MESSENGER: Medien, Wissenschaft und Gesellschaft: Engagement und Steuerung in Europa
Das MESSENGER Projekt beschäftigt sich mit den Hauptzielen des Arbeitsprogramms Wissenschaft und Gesellschaft, in dessen Einleitung zu lesen ist: “In einer Wissensgesellschaft sollten sowohl den politischen Entscheidungsträgern als auch den Bürgern alle Mittel zur Verfügung stehen, die es ihnen ermöglichen, auch angesichts der immer größeren Zahl an Optionen, die der wissenschaftliche und technische Fortschritt eröffnet, fundierte Entscheidungen zu fällen. Mit diesem Programmteil soll zu einem Umfeld beigetragen werden, in dem dies erreicht werden kann." Die Medien tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, informiert an Prozessen teilzunehmen und sind das Hauptanliegen von MESSENGER.
Projektziele Die allgemeinen Ziele von MESSENGER sind: 1. Zu einer informierten Debatte unter WissenschafterInnen, JournalistInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft bezüglich der Produktion von Wissenschaft, Technologie und Gesundheitsnachrichten beizutragen und in diesem Zusammenhang über Risiken zu informieren; 2. Möglichkeiten für geeignetes Engagement relevanter Interessensvertreter und Akteure der wissenschaftlichen Forschung und deren Anwendung in Europa aufzuzeigen; 3. Vorstellungen von Medienberichten über Wissenschaften, Technologien und Gesundheitsthemen in einem repräsentativen Muster der EU-Länder festzulegen; 4. Die Qualität der Verbreitung wissenschaftlicher Information und Ratschläge durch Massenmedien in Europa zu erleichtern und zu verbessern; 5. Die Verbesserung der Vermittlung von wissenschaftlichen Informationen und Tipps. Die spezifischen Ziele von MESSENGER sind: 1. Die Entwicklung von Leitlinien des Social Issue Research Centre - SIRC in Zusammenarbeit mit der Royal Institution und der Royal Society um deren Relevanz und Anwendbarkeit für Medienberichte und die Vermittlung von wissenschaftlichen, technologischen und gesundheitlichen Themen in Europa sicherzustellen; 2. Die Erstellung wissenschaftlicher Medienberichte in Europa unter Mithilfe relevanter AkteurInnen und InteressensvertreterInnen - vor allem die Kommunikation und Diskussion von Risiken und Vorteilen der Forschung; 3. Die Festlegung welche Auswirkungen die Kommunikation von Risiken und Diskussionen risikorelevanter Themenbereiche auf die Wahrnehmung wissenschaftlicher Firmen in EU Ländern hat. Die Beratung mit wesentlichen Interessensvertretergruppen und Organisationen der Zivilgesellschaft stellen die Basis für die Entwicklung und die Evaluierung dieses Arbeitsaspektes dar; 4. Die Entwicklung einer umfassenden Methodik zur Analyse der Produktion und Verbreitung wissenschaftlicher, technologischer und gesundheitlicher Nachrichten; 5. Die Festlegung verschiedener Rollen und Stile der Print- und Fernsehmedien in einer repräsentativen Auswahl aller EU-Länder; 6. Die Entwicklung relevanter Produkte zur Instruktion und Ausbildung von EU WissenschafterInnen vor allem für die Verbreitung ihrer Arbeit, basierend auf Beratungen mit allen Gruppen relevanter Akteure und Interessensvertreter; 7. Die Entwicklung von Materialien/Modulen (basierend auf den Leitlinien) für die Ausbildung von JournalistInnen; 8. Die Entwicklung relevanter Materialen für "Konsumenten" wissenschaftlicher Nachrichten, um deren Urteilsvermögen bei kritischen Themenbereichen zu verbessern und weiteren Dialog zwischen WissenschafterInnen, JournalistInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft zu fördern.
Diese Ziele werden mit Hilfe dreier integrierter Aktivitätsbereiche erreicht: 1. Europaweite Beratungen mit VertreterInnen von wissenschaftlichen, technologischen und gesundheitlichen Gemeinschaften, journalistischen Organisationen und VerterterInnen der Zivilgesellschaft. Eine detaillierte Analyse der Beratungen wird in den einzelnen Zusammenfassungen der europäischen Leitlinien nachzulesen sein. 2. Medienanalyse von wissenschaftlichen, technologischen und gesundheitlichen Themen in ganz Europa, um die Kulturen, Rollen und Stile der wissenschaftlichen Berichterstattung zu bewerten. Fallstudien werden ausgearbeitet. Die Ergebnisse umfassen neben den europäischen Leitlinien Instruktionsdokumente für EU-finanzierte wissenschaftliche Materialien. 3. Die Verteilung und Ausnutzung der Ergebnisse anhand zweier überlappender Netzwerke: eines steht in Verbindung zu EU-Programmen und ähnlichen Gruppierungen, das andere zu Organisationen außerhalb von EU Forschungsprogrammen. Sie umfassen JournalistInnen, RundfunksprecherInnen, LehrerInnen des wissenschaftlichen Journalismus, VertreterInnen der verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und VertreterInnen zivilgesellschaftlicher Gruppierungen.
Partner Das MESSENGER Konsortium besteht aus zwei Partnern: Social Issues Research Centre-SIRC Großbritannien und dem Press Institute of ASCoR, in den Niederlanden. SIRC und ASCoR werden beide an den zwei Hauptforschungsgebieten des MESSENGER Programms teilnehmen - Beratung und Medienanalyse. Während ASCoR den methodischen Rahmen und eine detaillierte Fallstudie der Rolle der Medien in der Kommunikation von Wissenschaften in den Niederlanden liefert wird SIRC eine vergleichende Analyse unter Verwendung der entwickelten Methoden erstellen. Durch diese gemeinsame und ergänzende Aktivität werden spezifische und wertvolle Ergebnisse erzielt.
MESSENGER ist ein zwölfmonatiges Projekt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen der Initiative Wissenschaft und Gesellschaft finanziert wird. Für eine Teilnahme an der webbasierten Beratung besuchen Sie bitte: http://www.messenger-europe.org/submissions/web_consultation/index.html
Weitere Informationen über das Projekt finden Sie auf der MESSENGER Website: http://www.messenger-europe.org
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