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ICLASS - Intelligent Distributed Cognitive-based Open Learning System for Schools (Ein auf kognitiver Basis beruhendes und intelligent aufgeteiltes offenes Lernsystem für Schulen)
Das iClass Projekt entwickelt ein auf kognitiver Basis beruhendes und intelligent aufgeteiltes offenes Lernsystem und ein Umfeld, das sich an die Bedürfnisse der einzelnen Lerner anpassen kann und ihre Aufnahme in den Bildungssektor auf europäischer Ebene gewährleistet. Das Projekt wird nicht nur die modernsten Technologien einsetzen, sondern ebenfalls pädagogische, psychologische und kognitive Aspekte berücksichtigen, um die vollständige Integration der aktuellen Forschung und die besten Anwendungen zu garantieren.
Die vorgeschlagene kreative Vorgehensweise stützt sich auf eine ontologiebasierte Architektur der Reihenfolgeplanung des Wissens, welche sich der Verständnisebene und dem Lernstil des Lerners durch die dynamische Erschaffung individueller Lernobjekte anpasst. Das System basiert auf einem verteilten, gemeinschaftlichen Umfeld mit allgegenwärtigem Zugang für alle Interessengruppen (Eltern, LehrerInnen, SchülerInnen, Ministerien, Verleger) zu reichhaltigen Multimedia-Inhalten und Dienstleistungen, die die direkte Kommunikation erleichtern.
Projektziele Das iClass Projekt zielt auf die Realisierung eines Paradigmenwechsels ab: IKT sollen mehr als ein Hilfsmittel werden. Das resultierende System und die Dienstleistungen ermöglichen: -einen neuen pädagogischen Ansatz, der die Lehr- und Lernprozesse an das Profil einzelner Lerner anpasst; -die Personalisierung gemäß verschiedener kultureller Eigenschaften und Lernstile; -ein verordnendes, diagnostisches System; das System schlägt dem Lerner nicht nur einen personalisierten Inhalt vor, sondern identifiziert zudem die Problembereiche, die während des Lernens angetroffen werden und meldet diese Bereiche an die betreffenden Parteien; -einen allgemeineren und weitverbreiteten Zugang zu den Lernressourcen; -eine größere Zusammenarbeit zwischen Forschern und Experten; -die Förderung eines innovativen Ansatzes in der Lehr- und Lernpraxis.
Im iClass Projekt werden, gemäß der Vision der Europäischen Union, Lehrpläne aus verschiedenen Ländern und Kulturen aufeinander abgestimmt. Gleichzeitig soll die kulturelle und nationale Vielfalt bewahrt werden: iClass umfasst die Entwicklung eines Systems, das die demographischen, multikulturellen und mehrsprachigen Eigenschaften der Mitgliedstaaten berücksichtigt.
Die Resultate des Projekts richten sich an zahlreiche pädagogische Interessengruppen: SchülerInnen, LehrerInnen, Schulverwalter, pädagogische Behörden und Eltern, sowie andere wichtige Partner wie die Entwickler der pädagogischen Inhalte, die Verleger und Anbieter pädagogischer Dienstleistungen.
Stand der Technik Während des ersten Jahres drehten sich die Aktivitäten um zwei Hauptachsen: angewandte Forschung und Entwicklung. Das Projekt begann einerseits mit der Definition der „Aussagen zur pädagogischen Vision“ und andererseits mit den „Aussagen zur technischen Vision“ auf welche das System sich stützen wird:
- Die pädagogische Vision spiegelt die Erwartungen und Bedürfnisse der größten pädagogischen Interessengruppen wider und unterstreicht das mögliche Potential der innovativen Forschung im pädagogischen Bereich.
- Die technische Vision konzentriert sich ebenfalls auf die Bedürfnisse der Interessengruppen und Zielgruppen. Nach der Positionierung des Projektes als Geschäftschance beschreibt sie die Hauptbenutzer und ihre Bedürfnisse. Daraufhin liefert sie einen Überblick auf höchster Ebene des iClass Rahmenwerks und platziert diesen inmitten der Standards, des Systems und der Forderungen der europäischen Politik.
Um diese zwei Hauptachsen zu unterstützen, wurden parallel dazu Aktivitäten im Bereich der Bildung, der Verbreitung und der Standardisierung ausgeführt.
Das iClass Projekt wurde in sieben Teilprojekte unterteilt; vom technologischen Standpunkt aus enthält jedes Teilprojekt Hauptbestandteile („Module“), die in sinnvolle Gruppen eingeteilt sind.
Die weltweiten und die individuellen Forderungen jedes Teilprojektes werden gesammelt, um die Grundfunktionen der Teilprojektmodule herzustellen. Hierzu wird ein benutzerorientierter / szenariogesteuerter Ansatz angewendet. Durch die Beschreibung dieser Szenarien werden innovative Benutzerfälle für iClass erforscht.
Eng anschließend an diese Forderungen und an die internationalen offenen Standards wird eine weltweite technische Rahmeninfrastruktur geschaffen, in welche die Teilprojekte eingefügt werden. Die „pädagogische und technische Vision“ dienten als Referenzpunkte dieser Infrastruktur, wodurch die Lernerfahrung höchst personalisiert ist. Das Konzept einer dienstleistungsorientierten, modellbetriebenen Architektur, die als langfristiges verteiltes System dienen wird, ist festgelegt. Zurzeit werden Vorbereitungen getroffen, um eine Infrastruktur für ein schnelles Prototypumfeld für die Teilprojektmodule zu schaffen, um das System zu entwickeln und rechtzeitig vorstellen zu können.
Außerdem wurde ein Ausbildungsplan festgelegt, mit einer Standardbeschreibung der Ausbildungskurse für iClass-Partner sowie für die Interessengruppen (d.h. die zukünftigen Benutzer von iClass).
Partner Das Projekt wird durch eine Partnerschaft aus elf verschiedenen Ländern gestärkt, einschließlich führender europäischer Forschungspartner der Kognitionswissenschaft, der Pädagogik und Künstlichen Intelligenz, vier der weltweit führenden IT Gesellschaften und drei Mittelstandsunternehmen mit modernsten Lerntechniken; neuen Medientechnologien; drei multinationalen Schulnetzwerken, die die iClass Resultate während des Projektes steuern und bewerten. Die Partner der iClass: • Siemens Business Services Türkei • Siemens Business Services Belgien • Italdata • Microsoft • Sun Microsystems • Intel • Infogate • Klett • European Schoolnet • European Schools • ORT • Universität Graz • Bildungsinstitut, Universität London • METU - Abteilung für elektrisches und elektronisches Ingenieurwesen • Trinity College Dublin • DFKI • Laboratory of Mixed Realities • Plan B • CERTH • Universität Lüttich • Gothenburg Universität • RtB
iClass ist ein 54 Monate dauerndes Projekt, begonnen im Januar 2004. Es wird im Rahmen des FP6 finanziert, im Tätigkeitsfeld des technologiegestützten Lernens und dem Zugang zum kulturellen Erbe.
Für weitere Informationen: Besuchen Sie die Projektwebsite: www.iclass.info
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